Montag, 18. März 2013

Frühlingsgefühle und Fellwechselzeit bei Hunden


Deutsche Schäferhunde erkunden die Natur.
(c) Wikimedia Commons, Foto: STAJAbe.

Die Natur erwacht nach dem Winterschlaf allmählich wieder zum Leben. Die letzten Schneereste schmelzen dahin und man kann förmlich dabei zusehen wie die Frühjahrssonne Bäume, Sträucher und Gräser austreiben lässt. Wo zuvor eine geschlossene Schneedecke nicht nur optisch abschirmte, sondern auch all die interessanten Gerüche überdeckte, gibt es nun für unsere Fellnasen spannende Dinge zu erkunden. Vielleicht findet Ihr Hund auch einen der Stöcke wieder, mit dem Sie vor dem ersten Schneefall des Winters noch ein spannendes Apportierspiel gemacht haben. Über den Winter hinweg haben Mäuse zwischen Grasoberfläche und Schneedecke ein Gangsystem entwickelt, das jetzt plötzlich sichtbar und schnüffelbar wird. Auch die Vögel nutzen ihre Chance, um auf den abgetauten Böden nach Fressbarem zu suchen, genauso wie die Wildtiere, die sich bislang in den Wald zurückgezogen hatten. 
Spuren, die für unsere Hunde nach dem langen öden Winter hochinteressant sind, stellen eine regelgerechte Reizüberflutung dar. Zudem werden jetzt wieder die Hündinnen läufig. Und als wäre dies alles nicht genug, beginnt auch noch der Fellwechsel. Der gesamte Organismus befindet sich in einer Umstellungsphase.

Was diese Phase für Sie als Hundebesitzer bedeutet

In erster Linie sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr treuer Vierbeiner Ihnen nicht abhandenkommt. Die Wildtiere sind vom auszehrenden Winter geschwächt, jedoch sind die frischen Spuren für manche Hunde allzu verlockend. Vorbeugend legen Sie daher in den ersten Frühlingswochen Geschirr und Schleppleine an, insbesondere wenn Ihr Hund zum Jagen neigt. Eine ganz besondere Freude ist es für Ihren Vierbeiner, wenn er gemeinsam mit Ihnen eine Wildspur verfolgen darf – aber bitte nur an der langen Leine und übertreiben Sie es nicht!

Wer einen unkastrierten Rüden besitzt, der sollte natürlich Rücksicht nehmen, wenn ihm ein angeleinter Hund begegnet. Eventuell handelt es sich um eine läufige Hündin. Grundsätzlich sollten Sie in jedem Fall Ihren eigenen Hund anleinen, wenn Ihnen ein anderer angeleinter Hund begegnet und zunächst im Gespräch klären, ob eine Kontaktaufnahme erwünscht ist. Dass eine läufige Hündin nicht abgeleint werden sollte, versteht sich wohl von selbst.

Fellpflege im Frühling

Das Winterfell muss dem Sommerfell weichen. Zunächst verliert Ihr Hund die Unterwolle, was Sie durch regelmäßiges Bürsten unterstützen können. In der Regel ist der Fellwechsel innerhalb von zwei Wochen weitestgehend abgeschlossen. Auch beim Schwimmen wird loses Fell ausgeschwemmt. Ein Geheimtipp in der nass-kalten Frühlingszeit ist das Scheren des Beinfells noch vor dem Fellwechsel, sodass das Fell weniger Nässe und Schmutz aufnimmt.

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