Donnerstag, 7. März 2013

Was ist höflich und was ist unhöflich in der Hundesprache?

Staffordshire Terrier. (c) Wikimedia Commons, Foto: Adam.J.W.C..
Höflichkeit wird in der Welt der Hunde ganz groß geschrieben. Schon die Kleinsten lernen im Wolfsrudel anständiges Benehmen gegenüber den älteren Rudelmitgliedern. Diese Schule bleibt unseren heutigen Haushunden oft verwehrt. Im Alter von 8-12 Wochen ziehen Sie in der Regel in ihre neue Menschenfamilie um. Das ist wichtig, um eine gute Sozialisierung auf Menschen zu erreichen. Die Welpen verstehen allmählich, dass sie auf Signale ihrer neuen Familie achten müssen und lernen nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip, welche Verhaltensweisen positive Konsequenzen mit sich bringen. Dabei sollte höfliches Verhalten grundsätzlich belohnt werden, also positive Konsequenzen zur Folge haben. Setzt sich der Welpe brav hin und wartet, dann kann er sein Futter bekommen. Ist er aufdringlich, springt am Menschen herauf oder beißt sogar in die Hosenbeine, dann sollte keine positive Konsequenz folgen, das erwartete Futter bleibt aus.

Höflich oder unhöflich?

Generell gilt aufdringliches Verhalten als unhöflich, und zwar sowohl in der Menschensprache als auch in der Hundesprache. Allerdings empfinden wir aufdringliches Verhalten bei Welpen in der Regel als niedlich und alleine unsere unwillkürliche Aufmerksamkeit ist bereits eine Belohnung. Betrachtet man eine Hundebegegnung im Freilauf, kann man verschiedene Verhaltensweisen beobachten. Höflich wäre eine langsame Annäherung mit vielen Umwegen, abwenden des Blickes und sanften Bewegungen. Äußerst unhöflich ist die direkte Annäherung mit Fixierblick in steifem Trab. Zeigen beide Hunde ein solches Verhalten, dann sind Probleme vorprogrammiert. 

Gehen Sie mit gutem Vorbild voran

Sie können Ihrem Hund helfen, ein höfliches Verhalten an den Tag zu legen. Indem Sie selbst langsamer gehen, sich vielleicht dabei leicht abwenden und einen Bogen laufen, zeigen Sie Beschwichtigungssignale. Sofern Ihr Hund eine gute Bindung zu Ihnen hat, wird er sich Ihnen anschließen und ebenfalls deeskalierendes Verhalten zeigen. So werden Hundebegegnungen deutlich entspannter. Probieren Sie es aus!

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