Dienstag, 16. April 2013

Hunde und Kinder - Auch in unseren heutigen Haushunden schlummert noch das Raubtier


Yorkshire Terrier zeigt aggressives Verhalten.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Amanda 77.
Dass man Kinder nicht mit Hunden alleine lässt, sollte allgemein bekannt sein. In letzter Zeit hört man in den Nachrichten immer wieder von Beißvorfällen, bei denen auffällig oft Kinder beteiligt sind. Sie können häufig nicht unterscheiden, wann eine Situation gefährlich wird. Man muss aufmerksam sein, um anhand der Körpersprache zu erkennen, wann ein Hund „es ernst meint“. Hier sollten Sie aus Sicherheitsgründen keine Experimente in Eigenregie durchführen, sondern lieber einen kompetenten Hundetrainer zu Rate ziehen.

Erste Anzeichen für beginnendes Agressionsverhalten

Wenn sie nicht gerade schlafen, kommunizieren Hunde rund um die Uhr. Alleine die Blickrichtung verrät uns, woran der Hund gerade denkt. Nimmt man Körperhaltung und Gesichtsmimik hinzu, dann lässt sich sehr gut erkennen, in welcher Verfassung sich der Vierbeiner gerade befindet. Knurren, Lefzen heben und das sogenannte „Erstarren“ sind deutliche Anzeichen, dass Gefahr im Verzug ist. Wer jetzt seinem Hund trotzdem den Kauknochen wegnimmt, der provoziert möglicherweise eine noch heftigere Abwehrreaktion. Im frühen Stadium sind die Anzeichen für die meisten Hundehalter kaum erkennbar. Es kann sich lediglich um einen Blick oder das Wegtragen der Ressource handeln. Lernt der Hund, dass er hiermit keinen Erfolg hat, wird er eventuell deutlicher, sodass irgendwann ein Verhalten wie oben beschrieben zum Tragen kommt. Typischerweise entsteht solches Verhalten bei der Verteidigung von Ressourcen wie Futter oder Liegeplätzen. Jedoch kann auch ein Hund, der massiv eingeengt wird, schließlich als letztes Mittel zum Angriff übergehen.

Kinder nicht mit Hunden alleine lassen

Verhängnisvoll ist hierbei, dass die Anzeichen von Kindern häufig nicht erkannt oder fehlgedeutet werden. Kinder lieben es, durch das weiche Fell zu streicheln. Zieht sich der Hund zurück, muss dies respektiert werden. Wenn ein Kind jedoch dem Vierbeiner ständig folgt, obwohl dieser gerade versucht die unangenehme Situation zu verlassen, dann kann auch der liebste Schoßhund einmal überdeutlich reagieren, um das Kind von sich fern zu halten. Leider tritt in solch einem Fall noch ein zweites Problem in den Vordergrund: Aufgrund ihrer Körpergröße ist das Gesicht der Kinder gerade in Reichweite der Hundeschnauze. Seien Sie daher ihren Kindern und Ihrem Hund zuliebe immer aufmerksam. Weitere Informationen zum Thema "Verhalten bei Hunden" lesen Sie im Hunderatgeber bei markt.de.

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