Donnerstag, 25. April 2013

Hundebegegnungen: Konfliktsituationen erkennen und Streitereien vermeiden


Achten Sie bei Ihrem Hund auf Anzeichen, die auf eine Auseinander-
setzung  hinweisen. (c) Wikimedia Commons, Foto: Alzberger.
Jeder noch so gut sozialisierte Hund kann in einen Konflikt geraten. In der Regel wird er dann versuchen, die Situation durch Beschwichtigungssignale zu entschärfen, meist erfolgreich ohne dass wir als Hundebesitzer überhaupt etwas davon mitbekommen haben. In einigen wenigen Hundebegegnungen können sich jedoch echte Konfliktsituationen ergeben. Häufig ist dies zu beobachten, wenn einer der Hunde in seiner Welpen- und Junghundezeit nicht richtig gefördert wurde.

Hundebegegnungen genau beobachten!

Schon zum Beginn der Begegnung zwischen zwei Hunden gibt es eindeutige Anzeichen für ein erhöhtes Konfliktpotenzial. Wenn einer oder sogar beide Hunde folgende Verhaltensweisen zeigen, dann sollten Sie die Begegnung besonders aufmerksam beobachten und gegebenenfalls schleunigst wieder getrennte Wege gehen:
  • Schnelle und frontale Annäherung auf direktem Weg
  • Fixierblick auf den jeweils anderen Hund
  •   „Einfrieren“, also plötzliches bewegungsloses Verharren
  • Knurren und Bellen
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Anzeichen, die auf eine beginnende Auseinandersetzung hinweisen können. Lassen Sie Ihr Bauchgefühl entscheiden, damit liegen Sie meist richtig!

Den eigenen Hund einschätzen lernen

Auch wenn wir uns noch so gut mit der Körpersprache der Hunde auseinandersetzen, bleibt es noch immer eine „Fremdsprache“ für uns. Daher ist es naheliegend, sich an einem „Muttersprachler“, nämlich dem eigenen Hund zu orientieren. Wenn Ihr Hund während der ersten Begegnung deutliche Beschwichtigungssignale zeigt, dann ist dies ein eindeutiges Indiz dafür, dass er den anderen Hund als bedrohlich oder zu mindestens unsympathisch empfindet. Typische Beschwichtigungssignale sind:
  • Den Schritt deutlich verlangsamen oder sogar stehenbleiben
  • Züngeln, Gähnen, Hecheln, Schnuppern am Boden
  • Sich „klein“ machen und die Rute einziehen

Qualität statt Quantität: Ein paar gute Hundefreunde genügen

Beobachten Sie Ihren Hund und finden Sie mehr über seine Körpersprache heraus. Er muss nicht mit jedem fremden Hund „spielen“. Es genügt, wenn er ein paar gute Hundefreunde hat, mit denen er regelmäßigen Kontakt pflegen kann. So senken Sie die Wahrscheinlichkeit, doch einmal in eine unfreundliche Hundebegegnung zu geraten um ein Vielfaches! Im Hunderatgeber auf markt.de erhalten Sie weitere Tipps, damit Ihr Hund besser gehorcht.

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