Montag, 3. Juni 2013

Zecken können Krankheiten übertragen. Schützen Sie Ihr Tier!


Gemeiner Holzbock. (c) Wikimedia Commons, Foto: H. Krisp.
Zecken tragen Krankheitserreger in sich, die nicht nur für den Menschen, sondern auch für Hunde eine Gefahr darstellen können. Folgende Krankheiten werden durch Zecken übertragen werden: Lyme-Borreliose, Anaplasmose, FSME und neuerdings auch die Babesiose.

Borreliose

Zwar trägt fast ein Drittel der Zecken „Gemeiner Holzbock“ die Borrelien in sich, jedoch werden diese erst nach etwa 16 Stunden übertragen und auch dann kommt es nur in wenigen Fällen tatsächlich zu einer Erkrankung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die meisten Hunde Antikörper gegen Borrelien in sich tragen, also Borreliose-resistent sind. Eine Impfung gegen Lyme-Borreliose ist erhältlich, sollte jedoch sorgfältig abgewogen werden. Denn die Behandlung mit Antibiotika ist in der Regel erfolgreich.

Anaplasmose und FSME sollten Sie nicht unterschätzen

Die Hunde-Anaplasmose wird durch den Holzbock übertragen, der in Deutschland sehr verbreitet ist. Bricht die Krankheit aus, dann greifen die Bakterien die weißen Blutkörperchen an. Leidet Ihr Hund nach einem Zeckenbiss an Fieber, allgemeiner Schlappheit und nimmt deutlich ab, dann könnte dies ein Zeichen für Anaplasmose sein. Charakteristisch sind außerdem Ödeme in den Beinen und undefinierte Lahmheit. Der Tierarzt führt in der Regel einen Test auf Blutarmut durch. Der Holzbock verbreitet auch die FSME Viren. Sie sind für die Immunabwehr gesunder Hunde meist kein Problem, können aber bei vorbelasteten oder schwachen Tieren einen schweren Krankheitsverlauf auslösen. Fieber und plötzliche Verhaltensveränderungen bis hin zu Bewegungsstörungen und Krämpfen sind möglich. Zudem hat das Tier eine erhöhte Schmerzhaftigkeit. Lautet die Tierarztdiagnose auf FSME, dann sind die Chancen auf Genesung schlecht. Nur die wenigsten Tiere genesen vollständig, Für den Fall, dass ein Tier die Krankheit überlebt, bleibt in der Regel eine mehr oder weniger ausgeprägte neurologische Störung zurück.

Babesiose, die Hundemalaria

Neuerdings übertragen die in Deutschland heimischen Auwaldzecken eine neue gefährliche Krankheit, die Babesiose. Sie wird als deutlich gefährlicher eingestuft als FSME und Borreliose, ist jedoch derzeit noch weniger weit verbreitet. Die Parasiten zerstören die roten Blutkörperchen, ohne Behandlung verstirbt das betroffene Tier innerhalb kürzester Zeit an Nierenversagen. Symptome sind allgemeine Schlappheit und Fieber bis zu 42 Grad. Deutlichste Anzeichen für Babesiose ist die auffällige rot-grün-braun Färbung des Urins sowie Gelbsucht durch beginnendes Nierenversagen.

Prophylaxe ist das A und O. Daher sollten Sie:

  • Zeckenabwehrmittel verwenden, natürlich oder chemisch
  • Das Tier regelmäßig nach Zecken absuchen und diese sofort entfernen
  • Zeckenbissstellen einige Tage im Auge behalten und bei Auffälligkeiten den Tierarzt aufsuchen
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auf markt.de im Ratgeber Zeckenschutz und Zeckenentfernung beim Hund.

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