Samstag, 20. Juli 2013

Hunde und Krankheiten: Staupe - eine gefährliche Viruserkrankung


Rotfuchs. (c) Wikimedia Commons, Foto: Malene Thyssen.
Hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Durchfall und Erbrechen. Manchmal auch Beschwerden der Atemwege, Störungen des Nervensystems und Gehirns, sowie eitrige Ausflüsse aus Nase und Mund. Der Schweregrad der Staupe ist vergleichbar mit den Masern beim Menschen. Staupe kann nicht nur Hunde, sondern auch Marder, Robben und Kleinbären befallen. So kam es 1988 zu einer Staupe Epidemie, bei der massenweise Tiere in der Nordsee starben.

Fuchs-Staupe gefährdet auch unsere Haushunde

Hierzulande gibt es kaum noch Fälle von Staupe beim Hund. Die Gefahr ist jedoch noch nicht gebannt. Über Jahrzehnte hinweg konnte ein flächendeckender Schutz erreicht werden, indem alle Hunde konsequent geimpft wurden. Manch einer wägte sich zu sicher und verzichtete bei seinem Hund auf den Impfschutz. Schließlich gab es viele Jahre keine Staupe-Fälle mehr bei Hunden. Also ist die leichtsinnige Schlussfolgerung, dass eine Impfung nicht mehr nötig sei. Denn wo kein Virus, da keine Ansteckung. Allerdings wird hier ein Punkt sträflich vernachlässigt. Nicht nur unsere Haushunde, sondern auch diverse Wildtiere können das Staupe-Virus verbreiten. So beispielsweise der Fuchs. In letzter Zeit mehren sich die Meldungen über Funde von Staupe-Opfern unter den Wildtieren.

Das können Sie tun, um eine Ansteckung zu vermeiden

Zunächst einmal sollten Sie unverzüglich den Impfstatus bei Ihrem Hund überprüfen. In der Regel erfolgt die Grundimmunisierung im Welpenalter. Später ist dann lediglich eine jährliche Auffrischung nötig. Sollte Ihr Hund aus irgendwelchen Gründen nicht geimpft werden können, dann gilt für ihn selbstverständlich strenge Leinenpflicht im Wald und allen anderen Gebieten, die von Füchsen frequentiert werden. Dies ist übrigens generell für alle Hunde sinnvoll, da Füchse auch Räude und den Fuchsbandwurm übertragen können.

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