Donnerstag, 4. Juli 2013

Mensch-Hund-Beziehung: Beweisen Sie Führungsqualität


Mensch-Hund-Beziehung: Beweisen Sie Führungsqualität.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Andrés Nieto Porras
Vergessen Sie Märchen wie: Der Hund bekommt immer als letztes sein Futter. Wenn der Hund auf dem Sofa liegt, bestärkt dies seine ranghohe Position. Wer zuerst durch die Tür geht bestimmt, wo es langgeht. In der Beziehung zwischen Mensch und Hund kommt es auf Souveränität und Führungsqualität an. Betrachten Sie es einmal von dieser Seite: Ihr Hund möchte sich Ihnen anschließen. Er möchte gerne ein beschütztes Leben und er möchte sich auf Sie verlassen können. Nun überlegen Sie was passiert, wenn sich Ihr Hund nicht auf seinen „Chef“ (das sind Sie) verlassen kann? Er beginnt selbst Entscheidungen zu treffen. In diesem Moment zweifelt er Ihre Führungsposition an und die Beziehung leidet.

Souveränität, auch wenn mal ein Missgeschick passiert

Souverän zu sein bedeutet auch, über den Dingen zu stehen. Wer in Hektik verfällt, nur weil der Hund gerade die heruntergefallene Wurst verschlingt, der stellt seine eigene Führungskompetenz in Frage. Hunde sind sehr gute Beobachter. Sie nehmen permanent unsere Haltung wahr und achten auf Zeichen der Kommunikation. Zunächst ist es Ihre Schusseligkeit, die dazu führte, dass die Wurst zu Boden fiel. Da wäre es doch clever dies zu überspielen, als wäre es ihre Absicht gewesen, die Wurst Ihrem Hund abzugeben. Das zeigt Souveränität!

Führungsqualität durch vorausschauendes Handeln

Die Führung zu übernehmen heißt, vorausschauend zu handeln. Ich als Hundehalter sollte schwierige Situationen vorhersehen und diese gemeinsam mit meinem Hund möglichst elegant bewältigen. Wenn uns auf geradliniger Strecke ein bedrohlicher, riesiger Schäferhund entgegen kommt, der auf 200 Meter Entfernung schon die Zähne fletscht, dann sollte ich nicht auch noch die Konfrontation suchen. Der schlaue und einfache Weg wäre, der Begegnung aus dem Weg zu gehen. Sich bewusst in diese kritische Situation zu begeben macht uns unserem Hund gegenüber unglaubwürdig. In seinen Augen sieht es aus, als hätten wir die Gefahr nicht erkannt und gehen trotzdem weiter auf die Bedrohung zu. Er wird gezwungen sich dem zu stellen, obwohl es ihm äußerst unangenehm ist. Er macht in diesem Moment die Erfahrung, dass es keine gute Wahl ist, seinem Mensch zu vertrauen, sondern dass er nur im Alleingang der Situation ausweichen kann. Denken Sie einmal darüber nach! Mehr Erziehungstipps finden Sie im Hunderatgeber auf markt.de.

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