Freitag, 30. August 2013

Schnecken können Hunde krank machen


Schnecken übertragen ihre Parasiten gerne an Hunde.
(c) Wikimedia Commons, Foto: Leon Brooks.
Bis zu 25 Meter kann eine Schnecke innerhalb von 24 Stunden zurücklegen, das entspricht etwas mehr als einem Meter pro Stunde. Dies wiesen britische Forscher in einem Experiment nach, für das 450 Schnecken mit LED-Leuchten versehen und gefilmt wurden. Das Ergebnis ist verblüffend. Nicht nur die unerwartet hohe Bewegungsgeschwindigkeit, sondern auch eine bestimmte Taktik bei der Auswahl des besten Kriechwegs waren bedeutsame Erkenntnisse. Es konnte nachgewiesen werden, dass Schnecken gerne die Schleimspur von Artgenossen benutzen, um schneller voran zu kommen. Die Fortbewegungsgeschwindigkeit der Schnecken interessiert die Forscher vor allem um zu ermitteln, wie schnell sich Krankheiten und Parasiten der Schnecken verbreiten können.

 

Angiostrongylus vasorum auf dem Vormarsch

Vermutlich fragen Sie sich jetzt, wieso Schnecken unseren Haushunden gefährlich werden können. Nicht die Schnecken selbst stellen eine Gefahr dar, sondern deren blinde Passagiere. Ein Parasit mit dem Namen Angiostrongylus vasorum, besser bekannt als der französische Herzwurm, wird von Schnecken auf Hunde übertragen. In Frankreich und England mehren sich die Fälle von Hunden, die aufgrund einer Infektion mit dem Herzwurm schwer erkrankt sind. Auch in Deutschland steigt die Anzahl der nachgewiesenen Fälle derzeit rapide an, vor allem im südwestlichen Teil der Bundesrepublik.

Prophylaktische Maßnahmen

Wer sich in Frankreich oder England aufhält, sollte ganz besonders achtsam sein, den Kontakt seines Hundes zu Schnecken und Schneckenschleim zu minimieren. Auch beim so häufig beobachteten Grasfressen können die Parasiten in den Körper gelangen. Daher ist es bei Hunden, deren Fressverhalten im Freilauf nur schwer kontrollierbar ist, ratsam, diese regelmäßig mit speziellen Wurmkuren zu behandeln.

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