Mittwoch, 9. Oktober 2013

Impfungen für Hunde: Neuer Leptospirose Impfstoff sorgt für besseren Schutz

Rund um Gewässer besteht eine erhöhte Belastung mit
Leptospiren. (c) Wikimedia Commons, Foto: Frank Vincentz.
Leptospiren sind Bakterien, die unseren Hunden ähnlich gefährlich werden können wie der gefürchtete Zwingerhusten. Durch großflächige Impfungen sind Staupe, Tollwut, Hepatitis und Parvovirose in den westeuropäischen Tierpraxen selten geworden. Insbesondere Welpen profitieren davon, da sie frühestens mit 12 Wochen einen ausreichenden Impfschutz erreichen können. 

Anders verhält es sich mit der Leptospirose. Die zahlreichen verschiedenen Bakterientypen der Leptospiren machen es nahezu unmöglich, einen hundertprozentigen Impfschutz zu erreichen. Ein großer Fortschritt konnte jedoch kürzlich mit einem sechsfachen Impfstoff erzielt werden. Mit nur einem Impfstoff wird Ihr Hund gegen die sechs häufigsten Leptospirosentypen immunisiert. Außerdem wurde bei der Neuentwicklung auf eine verbesserte Verträglichkeit geachtet, sodass die Nebenwirkungen deutlich reduziert werden konnten und kaum mehr Allergien ausgelöst werden. Die Grundimmunisierung folgt dem üblichen Schema mit einer Initialimpfung und einer Folgeimpfung nach drei bis vier Wochen. Anschließend muss jährlich nachgeimpft werden, was gut mit der jährlichen Kombiimpfung verbunden werden kann.

Übertragungswege der Leptospirose

Die Leptospirose wird durch Flüssigkeiten übertragen. Infizierte Tiere scheiden die Bakterien mit dem Urin aus. Nicht nur Hunde, sondern auch wildlebende Tiere können an Leptospirose erkranken und die Bakterien verbreiten. Vor allem Ratten sowie speziell die Wasserratten sind ursächlich dafür verantwortlich, dass rund um Gewässer eine erhöhte Belastung mit Leptospiren besteht. Vor allem im Sommer herrschen in kleinen Wassertümpeln ideale Bedingungen für die Bakterien. Hat sich ein Hund angesteckt, wird es auch für seinen Besitzer gefährlich. Denn die über den Urin ausgeschiedenen Leptospiren können unter ungünstigen Bedingungen auf Menschen übertragen werden. Die Impfung schützt also nicht nur das Tier selbst, sondern auch seine Besitzer.

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