Dienstag, 14. Januar 2014

Cesar Millan: Der "Hundeflüsterer“ und seine speziellen Trainingsmethoden


Cesar Millan hat seine eigene Trainingsmethode entwickelt.
© By Agnes Ernst, Engelberg, via Wikimedia Commons
Der gebürtige Mexikaner Cesar Millan hilft Hundebesitzern in den USA ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Hunde zu entwickeln. Seine Trainingsmethode ist an das natürliche Verhalten der Hunde angelehnt. 

Der Haken an der Sache: Wenn Tiere untereinander kommunizieren, dann spielen Drohungen und aversive Handlungen eine große Rolle, um sich gegenüber anderen Rudelmitgliedern Respekt zu verschaffen. Beispielsweise zeigt ein ressourcenverteidigender Hund durch Knurren, Zähne zeigen und in die Luft schnappen an, dass er einen Anspruch auf seine Ressource erhebt. Weniger offensichtliche Drohsignale zeigen sich in seiner Körperhaltung, Verlagerung des Körperschwerpunktes und Bewegungen. Diese subtilen Signale nutzt Cesar Millan für sein Hundetraining, das in den USA viele Fürsprecher hat, hierzulande jedoch sehr kritisch gesehen wird. 

Gewaltfreies Hundetraining steht in Deutschland im Vordergrund, wobei auf Belohnung und Motivation gesetzt wird. So erzieht man sich einen Hund, der freudig alle ihm gestellten Aufgaben annimmt und selbstständig Lösungen findet. Nach Cesar Millan trainierte Hunde fügen sich in ihre Rolle innerhalb der Gruppe, wodurch problematisches Verhalten oftmals behoben werden kann. Beide Herangehensweisen finden Fürsprecher und Kritiker. Welches Training für den individuellen Hund und seinen Verwendungszweck sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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