Mittwoch, 22. Januar 2014

Vom Welpen zum Senior: Wenn Hunde alt werden


Ältere Hunde benötigen Aufmerksamkeit.
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Alex Proimos, via Wikimedia Commons.
Die Welpenzeit ist eine aufregende und manchmal sehr anstrengende Zeit. Mit 8-12 Wochen zieht der Welpe in sein neues Zuhause, wo er den Alltag kennenlernt, eine Bindung zu seinen Menschen aufbaut und sich an sein Lebensumfeld anpasst. Erziehungsaufgaben sind vor allem die Stubenreinheit und der Rückruf. Auch der Fütterung kommt eine besondere Bedeutung zu. Zwischen dem 2. und dem 8. Lebensjahr führen die meisten Hunde gemeinsam mit ihren Menschen ein weitestgehend unkompliziertes Leben. Der Rhythmus hat sich eingespielt, die beiden Partner Mensch und Hund Kompromisse gefunden, sodass ein reibungsarmer Alltag herrscht. 

Im hohen Alter wiederum steigt der Betreuungsanspruch der Vierbeiner nochmals deutlich an. Etwa zwischen dem 9. und dem 12. Lebensjahr machen sich die ersten Alterserscheinungen bemerkbar. Wann dies beginnt, hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise der Rasse, dem allgemeinen Gesundheitszustandes des individuellen Hundes und davon, wie stark sein Körper im Lauf seines Lebens belastet wurde. 

Die Sinnesleistungen lassen nach

Gehör, Geschmack, Sehen und Fühlen verschlechtern sich bei älteren Hunden. Die Wahrnehmung ist weniger sensibel und Reaktionen können verzögert werden. Bei manchen Hunden hat man den Eindruck, sie würden störrisch, weil sie Kommandos nicht mehr so schnell ausführen. Einige werden taub und müssen auf Sichtzeichen oder taktile Signale umtrainiert werden.
 

Alte Hunde richtig füttern

Um den Organismus zu entlasten, ist es sinnvoll ältere Hunde zwei- oder dreimal am Tag kleine Portionen zu füttern. Durch Einweichen von Trockenfutter ist einerseits eine bessere Flüssigkeitsaufnahme sichergestellt und andererseits fördert es das Fressverhalten des Hundes. Futterumstellungen sollten – falls unbedingt notwendig – nur sehr langsam und vorsichtig gemacht werden. Medikamente geben Sie am besten in einem kleinen Stück Nassfutter versteckt, denn ältere Hunde zeigen häufig plötzlich ein verändertes Fressverhalten und lassen Teile der Ration stehen.

Inkontinenz und schwache Blase

Inkontinenz erkennt man daran, dass der Hund auch bei längerem Liegen „undicht" wird, also kleine Urinmengen unwillkürlich verliert. Deutlich häufiger ist bei alten Hunden eine schwache Blase. Sie müssen sich einfach öfter lösen. Hier gilt: Nach jedem Schläfchen und nach jeder Mahlzeit die Gelegenheit zum Lösen bieten. Indem Sie mit Ihrem Hundesenior genügend und regelmäßig spazieren gehen – ohne ihn zu überfordern - bringen Sie nicht nur den Bewegungsapparat und den Kreislauf in Schwung, sondern Sie können auch die Aktivitäts- und Ruhephasen besser steuern. Zu wenig Aktivität äußert sich manchmal darin, dass die Hundesenioren nachts nicht mehr durchschlafen. Passen Sie den Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus so lange an, bis Ihr Hundesenior die Nacht wieder durchschlafen kann.

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