Mittwoch, 12. Februar 2014

Vom niedlichen Welpen zum flegelhaften Junghund


Cocker Spaniel Welpe.
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Deskana, via Wikimedia Commons.
Welpen genießen zahlreiche Privilegien, denn mit ihren tapsigen und manchmal unbeholfenen Bewegungen rufen sie Nachsicht und Beschützerinstinkt hervor. Im Bestreben seinem Welpen eine möglichst gute Sozialisierung zu verschaffen, darf jeder Gegenstand und jedes Lebewesen ausgiebig erkundet werden. Dazu gehören auch Menschen und Artgenossen. So lange der Welpe äußerlich schutzbedürftig und niedlich ausschaut, möchte ihn jeder Mensch begrüßen, streicheln und füttern. Andere Hundehalter sind beim Anblick eines Hundebabys ebenfalls entzückt und freuen sich, wenn ihr Hund Kontakt aufnehmen darf. Nüchtern betrachtet macht der Welpe in dieser Zeit die Erfahrung, dass er zu allem und jedem hingehen darf. Es wird gespielt, gekuschelt und herumgetobt. Häufig sogar im Freilauf, also ohne einschränkende Leine. Diese überwiegend unbeschwerte Zeit genießen Welpe und Mensch gleichermaßen, bis sie ein jähes Ende findet.


Mit der Geschlechtsreife gehen viele Veränderungen einher

Papillon Junghund.
© By
Jen Smith, via Wikimedia Commons.
Auf dem Weg zum erwachsenen Tier durchlebt der junge Hund verschiedene Phasen. Zunächst beginnt er selbstständiger zu werden und vergrößert seinen Aktionsradius. Spätestens jetzt tritt die einschränkende Leine auf den Plan. Junge Rüden beginnen untereinander zu rivalisieren und sich für Hündinnen zu interessieren. Die Hündinnen beginnen für Rüden interessant zu werden und nehmen dieses vermehrte Interesse oft als bedrohlich wahr, da sie es zunächst noch nicht einzuschätzen wissen. 

Ob Rüde oder Hündin, für beide beginnt nun eine turbulente Zeit. Einerseits tragen sie noch die Unbeschwertheit des Welpen im Herzen, andererseits müssen sie sich nun dem Ernst des Lebens stellen. Der Mensch greift zusätzlich ein, indem er versucht eine bessere Kontrolle zu erlangen. Sein heranwachsender Junghund darf nun nicht mehr zu jedem Menschen und Artgenossen, sondern muss sich immer häufiger einschränken lassen. Je abrupter diese Veränderung vonstatten geht, desto mehr Frustration löst es beim Junghund aus. Dies äußert sich in starkem Leineziehen, Bellen, Umherspringen, bis hin zu Knurren, Zähnezeigen und offener Aggression. Ein Prozess, der sich vermeiden ließe, wenn bereits der Welpe seine Grenzen aufgezeigt bekäme. Lesen Sie mehr zum Thema im Ratgeber Hundeerziehung ohne Stress - Tipps und Tricks.

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