Freitag, 29. April 2016

Übergewicht - ein ernstzunehmendes Problem bei Hunden

Natürlich ist nicht jeder Hund, der ein paar kleine Speckröllchen mehr hat, gleich übergewichtig. Doch wenn Ihr Hund wirklich Übergewicht hat, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Ob Ihr Hund tatsächlich übergewichtig ist, können Sie ganz einfach selbst herausfinden, indem Sie ein paar einfache Tests durchführen.

  1. Stellen Sie sich hinter Ihren Hund und schauen Sie von oben auf ihn. Ist seine Taille zu erkennen? Sie sollte deutlich kleiner sein, als sein Bauch und sein Po. 
  2. Versuchen Sie, die Rippen Ihres Hundes zu ertasten. Sie fühlen nichts als Speck? Dann wird es defintiv Zeit für das Tier, abzunehmen!
  3. Beobachten Sie Ihren Hund genau. Wird er träge? Bewegt er sich nur noch, wenn es absolut sein muss? Wenn Ihr Hund häufiger schläft als gewohnt und sich nicht mehr viel bewegt, können Sie davon ausgehen, dass ihm sein Gewicht einfach zu schwer geworden ist. Denn Hunde leiden sehr unter ihrem Übergewicht!
  4. Wie sieht das Fell Ihres Haustiers aus? Ist es glänzend und geschmeidig oder eher rau und stumpf? Eine Veränderung des Felles kann auf ein Gewichtsproblem hindeuten und sollte in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden.
Der beste Sport für übergewichtige Hunde ist das Schwimmen.
Bildquelle: JanDix / pixabay.com

Was tun bei Übergewicht?

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund tatsächlich übergewichtig ist, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Zunächst kann der Arzt feststellen, ob es irgendwelche Ursachen für das Übergewicht gibt, wie z. B. Probleme mit der Schilddrüse. Wenn alle gesundheitlichen Probleme, die Schuld an dem Gewichtsproblem sein könnten, ausgeschlossen sind, stellt der Arzt mit Ihnen einen Diätplan für das Tier auf. Wichtig ist, dass Ihr Hund nicht zu schnell abnimmt, da das wiederum schwere gesundheitliche Folgen haben kann. Eine Hundediät folgt denselben Maßstäben wie eine Menschendiät: Das Tier muss mehr Kalorien verbrauchen, als ihm zugeführt werden. Das heißt, dass Bewegung bei der Gewichtsreduktion des Hundes ein elementarer Bestandteil ist. Auch hier sollten Sie mit Ihrem Tierarzt eventuelle Gesundheitsrisiken, wie eine bestehende Arthrose, besprechen, damit es Ihrem Hund nach der Gewichtsabnahme nicht schlechter geht als vorher.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund nicht überfordern. Er muss weiterhin essen, nur eben weniger. Vor allem bei Leckerchen zwischendurch müssen Sie aufpassen. Wenn Sie Ihrem Hund ein Leckerli geben wollen, wägen Sie ab, ob er dann von einer anderen Mahlzeit des Tages weniger bekommt. Auch bei der Bewegung sollten Sie es ruhig angehen lassen: Gehen Sie in Ruhe Gassi und werden Sie nach und nach ein wenig schneller. Lassen Sie Ihren übergewichtigen Hund nicht neben dem Fahrrad herrennen - das schafft er vermutlich auch gar nicht mehr. Falls Ihr Hund gerne schwimmt, ist das für den Anfang wohl die beste Sportart, da sie besonders gelenkschonend ist.
  

Folgen von starkem Übergewicht

Egal wie Sie das Gewicht Ihres Hundes reduzieren, Sie sollten es auf jeden Fall tun. Denn Übergewicht bei Hunden kann schwerwiegende Folgen haben. Zum Einen ist die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, für übergewichtige Hunde (wie es auch beim Menschen der Fall ist) erhöht. Tipps für den Umgang mit Diabetes bei Hunden finden Sie in unserem Blogpost "Diabetes bei Hunden".  Außerdem leidet der Verdauungstrakt des Tieres sehr unter dem hohen Gewicht. Übergewichtige Hunde leiden an Verstopfungen und Blähungen und haben ein erhöhtes Risiko, an Harnsteinen zu erkranken. Diese führen dann zu Schmerzen beim Wasserlassen. Von den Gelenkproblemen, die unweigerlich auftreten, mal ganz zu schweigen. Im Prinzip ist Übergewicht für den Hund nicht viel anders, als für den Menschen: Die Gelenke und die Organe können sehr darunter leiden, weshalb eine regelmäßige Vorstellung beim Arzt und eine Gewichtsreduktion dringend anzuraten sind.

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