Samstag, 5. November 2016

Rasseportrait: Labrador Retriever

Rasseportrait: Labrador Retriever

 

Der Sieger der diesjährigen Hundeumfrage ist ein wahres Multitalent. Wir verraten, für wem diese Rasse geeignet ist und was man beachten muss, wenn man einen Labrador Retriever als neues Familienmitglied aufnehmen möchte.



Zu wem passt ein Labrador Retriever?

Dank seines gutmütigen und freundlichen Charakters ist der Labrador Retriever ein idealer Familienhund. Er ist ein treuer und kinderlieber Hund für die ganze Familie, kann aber auch von Einzelpersonen hervorragend gehalten werden. Wichtig ist, dass der Halter viel Zeit investiert und selbst sehr aktiv ist, denn diese Hunderasse ist sehr lebhaft und benötigt viel Bewegung. Im Zentrum stehen dabei lange Spaziergänge, aber auch ausgedehnte Nachmittage im Park mit Spiel und Apportieren. Hunde dieser Rasse eignen sich hervorragend für den Hundesport. Da er wenig bellt, kann er auch in einer Wohnung gehalten werden; die Wohnung sollte jedoch im Erdgeschoss liegen, da Treppensteigen besonders für junge Labrador Retriever schädlich ist. Hunde dieser Rasse passen sowohl zu Bewohnern von Großstädten als auch zu Haltern auf dem Land. Labrador Retriever sollten auf keinen Fall lange allein bleiben und auch nicht nur im Zwinger bleiben müssen.

Charakter und Besonderheiten


Der Labrador Retriever ist selbstbewusst und hat keine unangebrachte Angst vor Menschen. Seine Neugier, Kontaktfreudigkeit, Geduld und Intelligenz zeichnen ihn aus. Auf Grund dieser Eigenschaften ist der Labrador Retriever auch als Anfängerhund geeignet. Er hat einen hohen Spieltrieb und springt auch gerne mal in den Parkteich. Stundenlang kann er apportieren ohne müde zu werden.
Neben der Verwendung als Familienhund wird er als Blindenhund, Therapiehund und Besuchshund für Senioren und Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Außerdem machen sich Polizei und Feuerwehr die Aufspürfähigkeiten dieser Rasse zu nutzen und setzen den Labrador Retriever beispielsweise als Drogenspürhund und Rettungshund (s. Bundesverband Rettungshunde e.V. ) ein.

Körperbau und Aussehen

Der Labrador Retriever kann bis zu  62 cm groß und bis zu 36 kg schwer werden. Er hat einen kräftigen Körperbau und einen breiten Schädel. Auch der Fang, also die Schauze, ist besonders kräfitg. Damit kann der Labrador auch größere Jagdtiere apportieren. Sein Schwanz wird als Otterrute bezeichnet, weil er kräftig und breit, zur Spitze hin dünner werdend, ist. Sein kurzes Fell ist wasserabweisend. Das Labradorfell kann einfarbig gelb, fuchsrot, schwarz oder schokoladenfarbig sein.


Geschichte und Herkunft

Der Labrador Retriever stammt aus der Gegend von Neufundland. Vermutlich entstand er aus der Paarung von Neufundländer und dem St. John Hund. Er war Jagdbegleiter der Fischer und entwickelte so seine Liebe zum Wasser. Mit den Seefahrern wurde die Hunderasse schließlich nach England gebracht, von wo er auch den Weg nach Deutschland fand und hier eine besonders beliebte Rasse wurde.

Pflege und Gesundheit

Im Allgemeinen ist der Labrador Retriever ein sehr robuster Hund. Bei der Haltung ist es wegweisend, dass sich das Tier viel bewegen kann und entsprechend viel Auslauf bekommt. Hierfür ist es nötig, sich zwei bis drei Stunden täglich mit dem Labrador Retriever draußen zu bewegen. Dies gilt aber nur für die erwachsenen Tiere. Welpen sollten in der Wachstumsphase nicht überfordert werden, da dies im fortgeschritten Alter zu Gelenkproblemen führen kann.
Es ist ratsam, seinen Labrador Retriever regelmäßig zu untersuchen. Dabei sollte vor allem ein Augenmerk auf die Augen, die Ohren, die Nase, das Fell und die Krallen gelegt werden. Veränderungen dieser können auf Krankheiten schließen lassen, sodass in einem solchen Fall schnellstmöglich der Tierarzt aufgesucht werden sollte. Um den Hund bestmöglich untersuchen zu können, ist es sinnvoll, ihm währenddessen das Fell zu kämmen. Hierbei entspannt sich das Tier zumeist und lässt sich leichter kontrollieren. Wichtig ist auch die Zahnpflege, die durch bestimmtes Futter erreicht werden kann. Hierzu gehören unter anderem Ochsenziemer. Dieses Zahnpflegefutter führt bei täglichem Verzehr zu sauberen Zähnen und einer starken Kiefermuskulatur.

Häufige Krankheiten bei Labrador Retrievern

Wie bei allen großen und schweren Hunden besteht bei dem Labrador Retriever die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie einer Ellenbogendysplasie (ED). Daneben ist auch die Vererbung verschiedener Augenerkrankungen möglich. Hierzu zählen die Progressive Retinaatrophie (PRA), die Katarakt (HC) und die Retinadysplasie (RD). Zuchthunde müssen regelmäßig auf diese Krankheiten getestet werden. Eine weitere rassespezifische Krankheit ist die Labrador-Myopathie - eine erbliche Muskelerkrankung. Innerhalb des ersten Lebensjahres kann sich ebenfalls Fibrinoide Leukodystrophie entwickeln, eine sehr selten auftretende und sich schnell verschlechternde erbliche Erkrankung des Rückenmarks, die Lähmungen und Bewegungsstörungen verursacht. 

Zuchtverbände

Der Labrador Club Deutschland e.V. und der Deutsche Retriever Club e.V. sind die einzigen Labrador-Zuchtverbände, die vom Verband für das Deutsche Hundewesen e. V. für das Züchten von Labrador Retrievern anerkannt sind und das Zuchtbuch der Rasse in Deutschland führen dürfen. Vom Verein bestellte Zuchtwarte führen auch Wurfabnahmen durch. Hierbei werden die Welpen im Beisein der Mutterhündin intensiv begutachtet sowie eventuelle Mängel in einem ausführlichen Wurfabnahmebericht protokolliert.

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